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Deutschland
war in traditionell immer ein sehr kinderreiches Land. Erst
im Jahre 1972 kam das natürliche Bevölkerungswachstum
zum Stillstand.
Hingegen hatte Frankreich bereits in den 1930ger Jahren
dieses Ziel erreicht.
Mit
90 Millionen Menschen - rechnet man die Volksdeutschen Osteuropas
noch dazu sind es gar rund 100 Millionen Deutsche - stellen
heute die Deutschen die größte ethnische Gruppe
Europas.
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Vor
200 Jahren gab es 20 Millionen Deutsche und 30 Millionen
Franzosen.
Heute gibt es hingegen 90 Millionen Deutsche und 60 Millionen
Franzosen.
Während sich die Bevölkerung Frankreichs in den
vergangenen 200 Jahren "nur" verdoppelt hat, hat
sich die Zahl der Deutschen in derselben Zeit vervierfacht.
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Doch durch die zahlenmäßige Übermacht der
Deutschen wird die kommende europäische Union nicht
gefährdet, da die Deutschen keine homogene Gruppe sind
und zum Glück auch keinen besonderen Nationalstolz
haben.
Doch hält sich nicht nur in reaktionären Kreisen
hartnäckig das Gerücht, die Deutschen wären
wegen ihrer geringen Geburtenrate ein vom Aussterben bedrohtes
Volk.
Die Rentenversicherung würde gefährdet, das soziale
System würde zusammenbrechen und die Gesellschaft überaltern.
...doch stimmt das?
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Als
in der Kaiserzeit die Rentversicherung eingeführt wurde,
herrschten andere Bedingungen als heute. Die Renten waren
niedrig und sicherten nur das Existenzminimum. Die Leute
wurden meist erst im fortgeschrittenen Lebensalter verrentet
und hatten dabei keine so hohe Lebenserwartung. Die Wirtschaft
des prosperierenden Deutschen Reiches benötigte viele
Arbeitskräfte, die Beiträge zahlten. So funktionierte
das System.
Doch die Situation ist heute anders. Kaum jemand arbeitet
noch bis zum normalen Rentenalter. Frührenter sind
häufig jünger als Studenten. Die 5,2 Millionen
Arbeitslosen erwirtschaften keine Beiträge für
die Rentenversicherung.
Das alte System der Rentversicherung funktioniert nur durch
Wachstum - und unbegrenztes Wachstum gibt es nun einmal
nicht.
Die Kinder von heute sind bei der wirtschaftlichen Unsicherheit
nur vielleicht die Beitragszahler von morgen, sie sind dafür
aber mit Sicherheit die Renter von übermorgen.
Das soziale System muß also umorganisiert werden:
weniger Kinder = weniger Arbeitslose.
weniger Arbeitslose = mehr Geld für Rentner
...und langfristig: weniger Kinder = weniger Rentner
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Beten
für den Freizeitpark...
Der
Materialismus besiegt die Religion. Früher
hat man Kinder gedrillt, für´s Seelenheil
zu beten.
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Halt
Moment, jetzt werden Sie einwenden, Kinder sind doch ein
wichtiger Wirtschaftsfaktor. Für Kinder wird schließlich
viel Geld ausgegeben. Kinder sind bekanntlich anspruchsvoll.
Sie wollen Handys, Mofas etc.. Wenn wir mehr Kinder hätten,
brauchten wir wieder mehr Lehrer, Kindergärtnerinnen,
Kindernahrungsmittel, -bekleidung, -spielzeug und so weiter.
Auf diese Weise würden rasch viele neue Arbeitsplätze
geschaffen.
..doch stimmt das? Die Frage, wieviel Geld wir für
unsere Kinder ausgeben können, hängt nicht von
der Anzahl der Kinder ab, sondern nur von der Geldsumme,
die wir zur Verfügung haben.
Wir können mit dem gleichen Betrag für viele Kinder
ein kärgliches Auskommen absichern, oder aber für
weniger Kinder ein kindgerechtes, gutes Leben absichern.
Wir
haben die Wahl!
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Das
Durchschnittsalter der Bevölkerung ist in den letzten
Jahrzehnten in der Tat ständig gestiegen. Ursachen
sind die verbesserte medizinische Versorgung, verbesserter
Unfallschutz und natürlich auch die endgültige
Befriedung Europas.
Wir sollten diese Tatsache akzeptieren, und uns sehr darüber
freuen, daß wir heute in Gesundheit älter werden
können als unsere Vorfahren. Ältere Mitbürger
müssen wieder verbessert in das gesellschaftliche und
wirtschaftliche System integriert werden. Die Lebensarbeitszeit
sollte längerfristig erhöht werden.
Der Rückgang der Geburtenrate ist hingegen nicht für
die Überalterung der Gesellschaft verantwortlich, außerdem
werden die Kinder von heute eines Tages auch mal alt sein.
viele
Kinder = viele alte Leute
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Die zunehmende Maschanisierung und Rationalisierung von Industrie
und Landwirtschaft seit dem 19. Jahrhundert, später aber auch
von Dienstleistungsbetrieben, machte körperliche menschliche
Arbeit immer mehr entbehrlich. Wir brauchen nicht mehr viele einfache
Arbeiter, die unqualifizierte und damit auch unproduktive Arbeiten
verrichten, sonsten nur noch relativ wenig Fachkräfte.
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Was
dieses schlaue Plakat verschweigt ist, daß wir heute
im Westen der Bundesrepublik mehr Beschäftigte haben
als 1963.
Nicht
nur die Älteren von uns werden sich aber darin erinnern
können, daß wir 1963 nur 200.000 Arbeitslose
hatten.
Das
berühmte deutsche Wirtschaftswunder der 1950ger Jahre
könnten wir heute immer noch genießen, hätten
die Regierungen nicht ihre stark geburtenfördernde
Politik durchgezogen...
viele
Kinder = viele Arbeitslose
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Doch muß es nicht Aufgabe jedes Volkes sein, seine Substanz zu erhalten, wenn auch nicht unbedingt sich zu vermehren?
Faktum ist, da es in hundert Jahren vielleicht nur noch halb so viele Deutsche geben wird wie heute. Doch wäre das wirklich so schlimm? Blicken wir doch einmal in die Geschichte. Bis zum Jahre 1850, als die Grenze von einer Milliarde Menschen erreicht wurde, wuchs die Bevölkerung in allen Ländern der Erde trotz hoher Geburtenraten nur sehr langsam. Daneben gab es immer auch Phasen des Bevölkerungsrückgangs durch Kriege, Seuchen und Hungersnöte. Dieses Schicksal mußte auch Deutschland tragen, das im 12. Jahrhundert die Hälfte seiner Einwohner verlor. Doch sind die Deutschen trotz dieses erheblichen Aderlasses etwa ausgestorben? Sicher nicht...
Doch heute hat der Bevölkerungsrückgang der Deutschen gewiß andere Gründe als im 12. Jahrhundert. Selbst wenn sich die Zahl der Deutschen in hundert Jahren halbiert, wird es anschließend dafür keinen Ausgleich mehr geben. Warum auch? Insgesamt 30 Millionen Deutsche wären schließlich mehr als genug.
Aber was dann? Vielleicht gäbe es sogar einen weiteren Bevölkerungsrückgang, so daß die Gefahr des Aussterbens des deutschen Volkes dann doch bestünde... Nun gut, daß ist sicherlich kein aktuelles Problem, aber wir sollten es dennoch nicht ignorieren. Unsere Regierung führt jetzt Gebärprämien ein - in der DDR hieß es früher im Volksmund "Bumsprämie" - damit die Leute mehr Kinder kriegen. Ich habe Zweifel, ob so etwas überhaupt mit der Menschenwürde vereinbar ist. Reichspropagandaminister Joseph Göbbels meinte: "Es darf keine finanziellen Hemmnisse geben, Kinder in die Welt zu setzen. Junggesellen sollen hohe Sondersteuern bezahlen. Es darf auch keinerlei moralische Hemmnisse geben, Kinder zu zeugen." So dachte Göbbels sogar über die Wiedereinführung der Vielweiberei nach.
Bevor man zu solchen Methoden greift, sollten wir lieber das Aussterben unsere deutschen Volkes in Kauf nehmen. Die Menschheit könnte diesen Verlust wahrscheinlich verschmerzen...
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