Wieviele Kinder brauchen wir?
 
4. August 2005 um 10.41h MEZ
4. August 2005 um 10.51h MEZ

Knapp 5 Jahre sind nun vergangen, am 11. Mai 2010 um 11.10 uhr machte ich dieses neue Foto von der Weltbevölkerungsuhr.

Die Weltbevölkerung ist seitdem in nur 5 Jahren um 379.474.747 Menschen, das sind knapp 380 Millionen Menschen gestiegen. Das entspricht weit mehr als der Bevölkerungszahl der USA.

Die demographische Zeitbombe tickt...
Die meisten Passanten ignorieren diese Weltbevölkerungsuhr, die seit einiger Zeit in Wuppertal - Elberfeld zu sehen ist. Innerhalb von nur 10 Minuten hat sich die Bevölkerung der Erde um mehr als 1500 Menschen erhöht.
Überbevölkerung und Bevölkerungswachstum ist nur ein Problem der anderen, wir Deutschen haben hingegen viel zu wenig Kinder... Doch stimmt das?

 

Deutschland war in traditionell immer ein sehr kinderreiches Land. Erst im Jahre 1972 kam das natürliche Bevölkerungswachstum zum Stillstand.
Hingegen hatte Frankreich bereits in den 1930ger Jahren dieses Ziel erreicht.

Mit 90 Millionen Menschen - rechnet man die Volksdeutschen Osteuropas noch dazu sind es gar rund 100 Millionen Deutsche - stellen heute die Deutschen die größte ethnische Gruppe Europas.

   
   
   
   
   
   

Vor 200 Jahren gab es 20 Millionen Deutsche und 30 Millionen Franzosen.
Heute gibt es hingegen 90 Millionen Deutsche und 60 Millionen Franzosen.
Während sich die Bevölkerung Frankreichs in den vergangenen 200 Jahren "nur" verdoppelt hat, hat sich die Zahl der Deutschen in derselben Zeit vervierfacht.


Doch durch die zahlenmäßige Übermacht der Deutschen wird die kommende europäische Union nicht gefährdet, da die Deutschen keine homogene Gruppe sind und zum Glück auch keinen besonderen Nationalstolz haben.
Doch hält sich nicht nur in reaktionären Kreisen hartnäckig das Gerücht, die Deutschen wären wegen ihrer geringen Geburtenrate ein vom Aussterben bedrohtes Volk.
Die Rentenversicherung würde gefährdet, das soziale System würde zusammenbrechen und die Gesellschaft überaltern.
...doch stimmt das?

Als in der Kaiserzeit die Rentversicherung eingeführt wurde, herrschten andere Bedingungen als heute. Die Renten waren niedrig und sicherten nur das Existenzminimum. Die Leute wurden meist erst im fortgeschrittenen Lebensalter verrentet und hatten dabei keine so hohe Lebenserwartung. Die Wirtschaft des prosperierenden Deutschen Reiches benötigte viele Arbeitskräfte, die Beiträge zahlten. So funktionierte das System.
Doch die Situation ist heute anders. Kaum jemand arbeitet noch bis zum normalen Rentenalter. Frührenter sind häufig jünger als Studenten. Die 5,2 Millionen Arbeitslosen erwirtschaften keine Beiträge für die Rentenversicherung.

Das alte System der Rentversicherung funktioniert nur durch Wachstum - und unbegrenztes Wachstum gibt es nun einmal nicht.
Die Kinder von heute sind bei der wirtschaftlichen Unsicherheit nur vielleicht die Beitragszahler von morgen, sie sind dafür aber mit Sicherheit die Renter von übermorgen.
Das soziale System muß also umorganisiert werden:

weniger Kinder = weniger Arbeitslose.
weniger Arbeitslose = mehr Geld für Rentner
...und langfristig: weniger Kinder = weniger Rentner

Beten für den Freizeitpark...

Der Materialismus besiegt die Religion. Früher hat man Kinder gedrillt, für´s Seelenheil zu beten.

Halt Moment, jetzt werden Sie einwenden, Kinder sind doch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Für Kinder wird schließlich viel Geld ausgegeben. Kinder sind bekanntlich anspruchsvoll. Sie wollen Handys, Mofas etc.. Wenn wir mehr Kinder hätten, brauchten wir wieder mehr Lehrer, Kindergärtnerinnen, Kindernahrungsmittel, -bekleidung, -spielzeug und so weiter. Auf diese Weise würden rasch viele neue Arbeitsplätze geschaffen.

..doch stimmt das? Die Frage, wieviel Geld wir für unsere Kinder ausgeben können, hängt nicht von der Anzahl der Kinder ab, sondern nur von der Geldsumme, die wir zur Verfügung haben.
Wir können mit dem gleichen Betrag für viele Kinder ein kärgliches Auskommen absichern, oder aber für weniger Kinder ein kindgerechtes, gutes Leben absichern.

Wir haben die Wahl!

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten in der Tat ständig gestiegen. Ursachen sind die verbesserte medizinische Versorgung, verbesserter Unfallschutz und natürlich auch die endgültige Befriedung Europas.
Wir sollten diese Tatsache akzeptieren, und uns sehr darüber freuen, daß wir heute in Gesundheit älter werden können als unsere Vorfahren. Ältere Mitbürger müssen wieder verbessert in das gesellschaftliche und wirtschaftliche System integriert werden. Die Lebensarbeitszeit sollte längerfristig erhöht werden.
Der Rückgang der Geburtenrate ist hingegen nicht für die Überalterung der Gesellschaft verantwortlich, außerdem werden die Kinder von heute eines Tages auch mal alt sein.

viele Kinder = viele alte Leute


Die zunehmende Maschanisierung und Rationalisierung von Industrie und Landwirtschaft seit dem 19. Jahrhundert, später aber auch von Dienstleistungsbetrieben, machte körperliche menschliche Arbeit immer mehr entbehrlich. Wir brauchen nicht mehr viele einfache Arbeiter, die unqualifizierte und damit auch unproduktive Arbeiten verrichten, sonsten nur noch relativ wenig Fachkräfte.

Was dieses schlaue Plakat verschweigt ist, daß wir heute im Westen der Bundesrepublik mehr Beschäftigte haben als 1963.

Nicht nur die Älteren von uns werden sich aber darin erinnern können, daß wir 1963 nur 200.000 Arbeitslose hatten.

Das berühmte deutsche Wirtschaftswunder der 1950ger Jahre könnten wir heute immer noch genießen, hätten die Regierungen nicht ihre stark geburtenfördernde Politik durchgezogen...

viele Kinder = viele Arbeitslose

Doch muß es nicht Aufgabe jedes Volkes sein, seine Substanz zu erhalten, wenn auch nicht unbedingt sich zu vermehren?

Faktum ist, da es in hundert Jahren vielleicht nur noch halb so viele Deutsche geben wird wie heute. Doch wäre das wirklich so schlimm? Blicken wir doch einmal in die Geschichte. Bis zum Jahre 1850, als die Grenze von einer Milliarde Menschen erreicht wurde, wuchs die Bevölkerung in allen Ländern der Erde trotz hoher Geburtenraten nur sehr langsam. Daneben gab es immer auch Phasen des Bevölkerungsrückgangs durch Kriege, Seuchen und Hungersnöte. Dieses Schicksal mußte auch Deutschland tragen, das im 12. Jahrhundert die Hälfte seiner Einwohner verlor. Doch sind die Deutschen trotz dieses erheblichen Aderlasses etwa ausgestorben? Sicher nicht...

Doch heute hat der Bevölkerungsrückgang der Deutschen gewiß andere Gründe als im 12. Jahrhundert. Selbst wenn sich die Zahl der Deutschen in hundert Jahren halbiert, wird es anschließend dafür keinen Ausgleich mehr geben. Warum auch? Insgesamt 30 Millionen Deutsche wären schließlich mehr als genug.

Aber was dann? Vielleicht gäbe es sogar einen weiteren Bevölkerungsrückgang, so daß die Gefahr des Aussterbens des deutschen Volkes dann doch bestünde... Nun gut, daß ist sicherlich kein aktuelles Problem, aber wir sollten es dennoch nicht ignorieren. Unsere Regierung führt jetzt Gebärprämien ein - in der DDR hieß es früher im Volksmund "Bumsprämie" - damit die Leute mehr Kinder kriegen. Ich habe Zweifel, ob so etwas überhaupt mit der Menschenwürde vereinbar ist. Reichspropagandaminister Joseph Göbbels meinte: "Es darf keine finanziellen Hemmnisse geben, Kinder in die Welt zu setzen. Junggesellen sollen hohe Sondersteuern bezahlen. Es darf auch keinerlei moralische Hemmnisse geben, Kinder zu zeugen." So dachte Göbbels sogar über die Wiedereinführung der Vielweiberei nach.

Bevor man zu solchen Methoden greift, sollten wir lieber das Aussterben unsere deutschen Volkes in Kauf nehmen. Die Menschheit könnte diesen Verlust wahrscheinlich verschmerzen...

 

FAZIT:
DESTO WENIGER KINDER GEBOREN WERDEN, DESTO BESSER IST ES. DAS GILT AUCH FÜR UNSER LAND!
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