Kinder und Religion

 

Erste "heilige Kommunion" 1965.

Meine Eltern erpreßten mich, daran teilzunehmen.

Das Recht auf religiöse Selbstbestimmung von Kindern - aber auch von Erwachsenen - wird mit Füßen getreten.


KINDER MÜSSEN RELIGIÖS WELTANSCHAULICH NEUTRAL ERZOGEN WERDEN, DAMIT SIE SICH SPÄTER AlS ERWACHSENE FREI UND SELBSTBESTIMMT FÜR ODER GEGEN RELIGION ENTSCHEIDEN KÖNNEN.
Von diesem Grundsatz sollten wir in der Kindererziehung, die einen Menschen zu einem freiheitsliebenden und verantwortungsbewußten Mitbürger erziehen will, ausgehen. Doch ist das überhaupt zu verwirklichen? Kinder werden doch immer äußeren Einflüssen ausgesetzt, denen sie sich nicht entziehen können. Kinder wachsen in einer oft feindlichen Umwelt auf, aber sie müssen und können lernen, mit diesen schädlichen Indoktrinationen fertig zu werden.
Eltern sind nun oftmals überfordert, solch komplexe Themen wie die Religion mit ihren Kindern kompetent zu besprechen. Aber es ist keine Lösung, diesem Thema auszuweichen. Mit diesem kleinen - sicherlich absolut fiktiven Gespäch - zwischen einem Kind und seinem Vater, will ich Ihnen die Berühungsängste vor diesen Thema nehmen.

K Hallo Vati, hast du mal ein paar Minuten Zeit für mich?
V Sicher, was gibt es denn?
K Ich bin so unsicher, mir liegt da was auf dem Herzen.
V Nur ´raus damit?
K Du bist mir auch nicht böse?
V Nun sag´ doch, was los ist!
K Als du und Mama neulich für eine Woche nach Bayern fahren mußtet, hatte doch Omi auf mich aufgepaßt. Ich weiß nicht, ob dir Omi was davon gesagt hat, aber einmal waren wir auch in einer Kirche.
V Wie war das denn?
K Och, ganz toll. Diese schönen bunten Glasfenster, die flackernden Kerzen, der Weihrauchgeruch.
V Das war alles?
K Nein. Omi hat mir auch von Gott erzählt. Gott, der die Welt und uns Menschen erschaffen hat, und der uns liebt.
V Du möchtest nun mehr darüber wissen?
K Ja. In unserer Stadt gibt es so viele Kirchen.
V Dazu noch eine Reihe kleinerei Moscheen und eine Synagoge.
K ...aber was hat es nun mit Gott auf sich? Du und Mami sagen doch immer, daß es gar keinen Gott gibt.
V Ich sehe schon, wir müssen ganz am Anfang beginnen. Du erinnerst dich doch bestimmt noch, als wir im vergangenen Jahr das Neandertalmuseum besuch haben?
K Ach ja, die Steinzeitmenschen. Die hatten Steinäxte und lebten in Höhlen.
V Ja, aber so sehr lange gibt es Menschen noch gar nicht auf der Erde. Die haben sich erst vor 100.000 Jahren ganz langsam entwickelt. Wir Menschen können zwar nichts perfekt, aber doch wenigstens von allem ein bißchen. Deswegen konnten wir die Führerschaft der Erde übernehmen.
K Die Menschen? Wäre das dann nicht Gott"
V Nein, nein. Die Menschen wurde im Laufe der Zeit immer intelligenter. Wer intelligent ist, der beobachtet seine Umwelt und die Natur und stellt Fragen. Dumme Menschen stellen keine Fragen.
K Wer fragt, der muß aber auch Antworten bekommen!
V Doch viele Fragen konnte man damals noch nicht beantworten, denn es gab noch keine Forschung und Wissenschaft.
K Aber auch die Wissenschaft kann nicht alles beantworten.
V Richtig. Warum ist neulich der Blitz beim Bauern Huber eingeschlagen und nicht beim Nachbarn Lehmann?
K Weiß ich nicht.
V Zufall. Aber immerhin kann die Wissenschaft heute erklären, warum es Gewitter gibt, und wie sie entstehen.
K Und wie war das früher?
V Die Menschen schufen sich Götter, um Erklärungen finden zu können - für Gewitter, Erdbeben, Naturkatastophen und so weiter. Man sagte einfach, Gott habe es getan und gewollt. Für alles, was man auf vernünftige Weise nicht erklären konnte, war Gott verantwortlich.
K Die Menschen haben also Gott erschaffen und nicht umgekehrt?
V Richtig. Das siehst du ja schon ganz einfach daran, daß die Religionen viele unterschiedliche Götter haben.
K Aber Christen, Juden und Moslems glauben doch eigentlich an ein und denselben Gott.
V Im Prinzip ist das richtig. Daneben gibt und gab es aber noch sehr viele andere Religionen, die altgriechischen, die römischen und germanischen Religionen, indianische, aztekische Religionen, afrikanische und so weiter.
K Ist es denn eigentlich schlimm, an Gott zu glauben?
V Im Prinzip wäre das durchaus nicht schlimm. Das Problem bestand jedoch darin, daß schon ziemlich rasch einige Menschen die große Macht der Götter für ihre miesen Zwecke ausnutzen wollten. So entstanden dann die Kirchen als weltliche Vertreter Gottes.
K Aber die Kirchen tun doch auch Gutes.
V Das machen sie nur, um für sich Symphatien zu werben. In Wirklichkeit interessieren sich die Kirchen überhaupt nicht dafür,  ob es den Menschen gut geht. Die Kirchen haben jahrtausende lang Kriege geführt, Völkermorde begangen, Menschen versklavt und hemmungslos ausgebeutet. Das Geld, das sie sich durch solche Machenschaften angeeignet haben, besitzen die Kirchen heute immer noch. Grundsätzlich hat sich also bis heute gar nichts geändert.
K Was denn, der Papst führt Krieg? Das stimmt doch wohl nicht!
V Die Methoden sind heute nur etwas feiner geworden. Die reichen Kirchen besitzen große Aktienpakete von Rüstungsfirmen und verdienen an jedem Krieg, der geführt wird. Außerdem betreiben die Kirchen eine Politik, die oftmals Kriege provoziert.
K Aber die Kirchen predigen doch die Nächstenliebe, also das Gegenteil!
V Liebe ist gut und wichtig, aber Liebe allein reicht nicht aus, um das Wohl der Menschheit und der Natur zu sichern.
K Was noch?
V Die Menschen müssen ihr Verhalten ändern, mehr Respekt voreinander und vor der Natur haben. Das wichtigste dabei ist eine strenge Geburtenkontrolle, denn die Erde ist nicht mit beliebig vielen Menschen belastbar.
K Auch deswegen habe ich auch nur eine Schwester.
V Nun, eigentlich wollten wir nur ein Kind, aber es ist schon sehr wichtig, daß sich die Menschen nicht ständig weiterhin vermehren.
K Die Erde ist aber doch groß genug.
V Nein, weite Bereiche der Erde sind schon zerstört. Ständig sterben ganze Tierarten aus. Die Pole schmelzen wegen der Erderwärmung ab. Wir haben Massenarbeitslosigkeit, Energieprobleme, politischer Radikalismus kommt auf, etc..
K Warum sind denn die Kirchen so dumm, daß sie das alles mitmachen?
V Aus ihrer Sicht sind die Kirchen nicht dumm. Die Kirchen wollen Macht, desto mehr Macht, desto besser. Daher wollen sie möglichst viele Mitglieder haben, die die Kirche unterstützen sollen. Deshalb wollen sie möglichst viele Kinder.
K Dafür zahlen die Kirchen aber einen hohen Preis.
V Die Kirchen wissen, daß die große Zeit der Religionen vorüber ist. Vor kurzem ist die erste Freidenkerorganisation ehemaliger Moslems gegründet worden. Davon sind mehr oder weniger alle Kirchen betroffen. Es drängt sich der Verdacht auf, daß die Kirchen bewußt die Zerstörung der Erde in Kauf nehmen, weil sie nicht mehr auf Dauer existieren können.
K So ähnlich wie die Kamikaze - Flieger im zweiten Weltkrieg? Das ist ja schrecklich!
V Dein Vergleich ist ganz gut. Die Kirche betreibt ja seit 2000 Jahren Märtyrerkult.
K Das ist ja ganz schön heftig. Aber kommen wir noch einmal auf die Grundfrage zurück: Der Tennisverein macht auch Wehrbung für mehr Mitglieder. Was ist daran so schlimm?
V Gar nichts, weil die Leute freiwillig dem Tennisverein betreten. Und wenn sie keine Lust mehr haben, können sie auch jederzeit wieder austreten. Bei der Kirche geht das nicht. Die Menschen werden schon als Kinder getauft, und einen späteren Kirchenaustritt erkennen die Kirchen nicht an.
K Aber eines verstehe ich jetzt nicht. Wenn die Kirchen wirklich so schlimm sind, warum macht unser Staat das denn mit?
V Die Kirchen haben sehr viel Macht, auch Macht über den Staat. Sie können sich bis heute hemmungslos über Recht und Ordnung hinwegsetzen. Das beginnt schon bei recht harmlosen Dingen, wie dem Läuten von Kirchenglocken.
K Aber kann man denn da gar nichts machen?
V Doch, jeder von uns kann etwas tun. Wir müssen die Arbeit an der Basis des Volkes machen. Eine christliche Gesellschaft gibt es in unserem Land schon lange nicht mehr.
K Eine atheistische?
V Wir wollen eine bunte Gesellschaft, in der jeder nach seiner Fasson machen kann, was er will. Dabei müssen natürlich Regeln beachtet werden, so wie beim Fußball. Sonst funktioniert es nicht:
K Die Kirchen wollen das nicht?
V Nein, sie wollen alles allein bestimmen. Sie wollen bestimmen, wann du einkaufen gehen darfst, oder sie verbieten dir, am Karfreitag den Zirkus zu besuchen: Sie schreiben dir vor, wie du später deine Kinder zu erziehen hast.
K Aber du läßt dir ja nichts vorschreiben.
V Richtig. Und immer Menschen denken so. Wir sind auf dem richtigen Wege.
K Nun, ich glaube, ich muß noch sehr viel über alles nachdenken.
V Tue das, mein Sohn, es lohnt sich!

 

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