Konstruktive Lösungsvorschläge
1. Thema: "Dritte Welt"
Reproduktion mit freundlicher Genehmigung der Caritas / Brot für die Welt 2001

Die sog. "Dritte Welt":

Die Probleme sind hänglichlich bekannt: Armut, Hunger, Kriege, Seuchen, die Zerstörung der Natur, Massenarbeitslosigkeit, Überbevölkerung, Diktatur, Unterdrückung, Not und Elend.

Viele von uns wollen - und können - helfen. Doch was sollen wir tun, um zu einer dauerhaften Lösung der Probleme kommen zu können?

Sollen wir unser Portemonnaie zücken und ein paar Euros für Hilfsorganisationen spenden? Ist das wirklich so einfach?


SCHRITT EINS: URSACHENFORSCHUNG

Die Menschen in der sog. "Dritten Welt" haben immer im Einklang mit der Natur gelebt. Grundsätzlich waren die Lebensbedingungen außerhalb Europas günstiger. Das Klima ist wärmer, man benötigt keine festen Häuser und praktisch keine Kleidung. Die üppige Vegetation ersparte den Ackerbau, der Wildreichtum bot den Jägern immer genügend Beute. Man mußte nicht viel arbeiten, um sein Überleben zu sichern. Die Menschen waren frei von überkommenen christlichen Zwängen, Rassismus war unbekannt. So kümmerten sich die Indianer schon vor mehr als 1.000 Jahren um künstliche Geburtenkontrolle, in dem sie die empfängnisverhütende Wirkung verschiedener Pflanzen nutzten.

Doch das paradisische Leben der Menschen war vorbei, als christliche Eroberer und Missionare aus Europa in ihr Land einfielen und ihnen das "Bete und arbeite" aufzwangen. Die üppige Vegetation wurde gerodet, die Menschen mußten fortan Ackerbau und Viehzucht betreiben, um ihren Lebensunterhalt sichern zu können. Sie mußten viele Kinder bekommen, die dann von den Europäern versklavt wurden.

Die Menschen in der "Dritten Welt" sind natürlich nicht weniger intelligent als die Europäer. Auf der einen Seite haben sie es geschafft, sich von derer kolonialen Ausbeutung und Bevormundung zu befreien. Andererseits sind die "Dritte Welt" Länder wirtschaftlich immer noch benachteiligt und werden ausgenutzt. Wie können sie sich dagegen wehren?

 

 

 

"Dritte Welt" Produkte bekommt man oft zu Schleuderpreisen, Kaffee ist heute billiger als vor 30 Jahren.

Die Ölscheichs haben sich erfolgreich gewehrt. Sie haben in den letzten Jahrzehnten ihre Macht erkannt und oft auch ausgespielt. Bei vielen anderen Waren der "Dritten Welt" ist das jedoch noch nicht gelungen. Das liegt sicherlich hauptsächlich daran, daß sich die "Dritte Welt" Länder auch untereinander nicht einig sind, viele Länder leiden sich auch immer noch unter ihrer neokolonialistischen Abhängigkeit.

Wie kann man sich da noch gegen Europa und Nordamerika behaupten? Die "Dritte Welt" Länder setzen das Potential ein, das sie haben, nämlich Menschen. Viele Kinder bedeuten eben auch viel Macht, eine Macht, die man weltweit einsetzen kann. Der Auswanderungsdruck in den armen Ländern nimmt so ständig zu, und deren Menschen kommen nur zu gern in die reichen Industrieländer, um dort leben zu können. Dreht sich nun der koloniale Eroberungsdrang alter Zeiten um? Wollen sich die Menschen aus der "Dritten Welt" damit dafür rächen, was ihren Vorfahren von den Europäern angetan worden ist? Dieser Eindruck läßt sich kaum verwehren. Der Rassismus der Weißen erzeugte den Rassismus der Schwarzen. Der Cheauvinsmus der Weißen erzeugte den Cheauvinismus der Schwarzen. Ein Aufschaukeln solch negativer Tendenzen ist unverkennbar.

Doch die Menschheit sitzt doch eigentlich in demselben Boot. Wir alle wollen gut und menschenwürdig leben. Sollte es da nicht möglich sein zu einer vernünftigen Lösung zu kommen, wenn alle Beteiligten guten Willen hätten?

Faire Preise für die Waren der "Dritten Welt" statt Almosen der Reichen, "Entwicklungshilfe" genannt! Öffnung der Märkte der Industriestaaten. Keine Lebensmittellieferungen mehr aus Überschüssen der Industrieländer in die "Dritte Welt" zu Dumping Preisen! Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen in der "Dritten Welt". Die Arbeit muß zu den Menschen gebracht werden, und nicht umgekehrt.

2. Thema: Die Industriestaaten

In den meisten Industriestaaten ist das natürliche Bevölkerungswachstum heute gestopt. Zwar haben noch fast alle klassischen Industriestaaten unter dem Strich ein leichtes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen - auch die Bundesrepublik Deutschland -, was allerdings nur auf einen Einwanderungsüberschuß zurückzuführen ist.

Dieser Einwanderungsdruck wird sich in Zukunft noch verstärken und auch in den Industriestaaten den notwendigen Abbau der Überbevölkerung vereiteln. Viele Bürger der Industriestaaten fühlen sich zudem durch steigende Ausländerzahlen bedroht. Andere hingegen befürworten die Einwanderung, um die Bevölkerungsverluste bei der einheimischen Bevölkerung kompensieren zu können.

Erfahrungen aus der Vergangenheit bestätigen, daß die Integration von Einwanderern durchaus möglich ist. So wanderten nach Preußen viele Hugenotten aus Frankreich ein - 20 % der Bevölkerung Berlins waren einst Franzosen. Am bekanntesten ist sicherlich die Masseneinwanderung von Polen in das Ruhrgebiet vor 100 Jahren, während aus Irland fast nur qualifizierte Fachleute einwanderten. Die Integration dieser Menschen unsere heutige Gesellschaft ist vollständig geglückt. Sicherlich kann man diesen Sachverhalt nicht unbedingt auf die Gegenwart projezieren, denn diese Menschen wurden auch wirklich vom aufstrebenden Deutschen Reich gebraucht, sowohl die Fachkräfte als auch das Heer der einfachen Arbeiter.

Heute ist die Situation jedoch anders. Ausländische Mitbürger verrichten nicht mehr nur "einfache und dreckige Arbeiten", die die Deutschen ohnehin nicht erledigen wollen. Als ich 1975 Abitur machte, war in meinem Abschlußjahrgang kein einziger Ausländer vertreten. Doch heute gibt es ausländische Rechtsanwälte, Ärzte, Wissenschaftler etc.. Für viele Deutsche sind sie eine unerwünschte Konkurrenz....

Grundsätzlich sind Einwanderung und Auswanderung keine Lösung interner nationaler Probleme. Beides ist jedoch sinnvoll und nützlich, denn ein internationaler Austausch von Menschen, Kulturen und Gedaken kann allen dienen. Aber wir tun niemanden einen Gefallen, wenn wir ihn in unser Land lassen und ihm hier dann keine Existenzgrundlage bieten können. Es müssen also Kontrollen und Regelungen für die Einwanderung getroffen werden, wie sie schon seit vielen Jahrzehnten in den  klassischen Einwanderungsländern, USA, Kanada und Australien üblich sind.

Doch zunächst einmal müssen wir uns darüber Gedanken machen, was wir überhaupt wollen. Sollen in etwa hundert Jahren die Nachfahren der heutigen türkischen Einwanderer Türken sein oder Deutsche? ...oder ist es dann völlig egal, ob man Deutscher ist oder Türke? Der türkische Staat selbst sieht die Auswanderung vieler Bürger wohl auch nicht so positiv und befürchtet, daß jene dem Türkentum verloren gingen. Man müßte da schon auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

Türken und andere Einwanderer jedoch als Kompensat für die eigene schrumpfende deutsche Bevölkerung einzusetzen, wäre absolut menschenverachtend. Unser Staat stellt sich schon genug Armutszeugnisse aus.

 
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