Kinderfeindlichkeit
Repro mit freundlicher Genehmigung von "Brot für die Welt" 2001

 

 

Die Menschen in der sogenannten Dritten Welt haben in der Regel viele Kinder.

Doch die meisten Kinder müssen hungern, ihre medizinische Versorgung ist unzureichend, sie erhalten nur eine schlechte Berufsausbildung. Viele von ihnen müssen Kinderarbeit verrichten oder werden gar zur Prostitution gezwungen. Einige werden sogar genötigt, als Soldat in den Krieg zu ziehen.
Ihre Lebensperspektive ist schlecht.

...doch kaum jemand wirft den Menschen in der sog. Dritten Welt Kinderfeindlichkeit vor!

 

Die Nationalsozialisten wollten so viele Kinder wie möglich haben, Empfängisverhütung war streng verboten.

Aber die Kinder sollten "reinrassig arisch" sein, sie sollten als Soldaten in blutigen Kriegen das Dritte Reich aufbauen. Die Kinder auf unserem Bild sollten die künftigen Herrenmenschen werden und andere Völker und Kulturen unterdrücken.

<<<Die Hitlerjugend beim fröhlichen "Schinkenklopfen"

...doch kaum jemand wirft den Nationalsozialisten Kinderfeindlichkeit vor!

 

 

Die Kirchem wollen, dass so viele Kinder wie möglich geboren werden. Empfängnisverhütung ist nur mit Einschränkungen "erlaubt".

Die Kirchen wollen ihre alte Macht erhalten und möglichst noch ausbauen. Dafür brauchen sie möglichst viele neue Mitglieder, die die Kirchen nicht nur finanziell stärken.
Nach dem Kirchengebot sind Eltern dazu verpflichtet, Kinder taufen zu lassen und religiös zu erziehen. Der durch die Kindstaufe erklärte Kircheneintritt ist unwiderruflich.
In Kindergärten und kirchlichen Schulen wollen die Kirchen die Kinder in ihrem Sinne indoktrinieren und zu angepaßten, kritiklosen Untertanen erziehen. Kinder werden gezwungen zu beten und an anderen religiösen Übungen teiklzunehmen.

 

<<< oben: Inschrift am evangelischen Gemeindehaus in Recklinghausen - Süd
<<< unten: Kommunion 1965 der kath. Kirchengemeinde St. Marien in Wanne - Eickel 1965

...doch kaum jemand wirft den Kirchen Kinderfeindlichkeit vor!

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatten die Deutschen in der Regel viele Kinder. Das neue deutsche Weltreich sollte aufgebaut werden, der deutsche Geist sollte in den neuen Kolonien in allen Teilen der Welt verbreitet werden.
Doch den Kindern ging es damals nicht gut. Ihre Erziehung war furchtbar streng und authoritär. Prügelstrafe war an der Tagesordnung. Kritisches Denken war unerwünscht, Untertanengeist, Disziplin und Fleiß waren die Ideale der Erziehung.
Kinder niederer sozialer Schichten mußten oft auch arbeiten.

<<< vor hundert Jahren hatten wir viele Kinder. Doch waren sie glücklich?

...doch kaum jemand wirft unseren Vorfahren Kinderfeindlichkeit vor!

In den 1950ger Jahren war die DDR das einzige Land der Welt mit Bevölkerungrückgang, welcher allerdings nur durch Flucht und Abwanderung von Menschen verursacht wurde.
Um das zu verhindern, wurde einerseits das Land eingemauert, andererseits aber auch eine extrem geburtenfördernde Bevölkerungspolitik betrieben. Dabei sollte vor allem die (für die Volkswirtschaft dringend benötigte) Beruftätigkeit der Frau mit der Kindererziehung vereinbar sein.
Als Ergebnis haben wir heute in der DDR eine noch höhere Massenarbeitslosigkeit als im Westen.
Aber wie sollte es den vielen DDR - Kindern ergehen? Religiös undoktriniert wurden sie zwar nicht, aber auch sie sollten zu angepaßten Untertanen des sozialistischen Vaterlandes erzogen werden. Eine gewisse soziale Sicherheit war den Kindern gegeben, aber auch Freiheit?

...doch kaum jemand warf der DDR Kinderfeindlichkeit vor!

Heute haben die Deutschen nur noch relativ wenige Kinder.

Doch den meisten Kindern geht es recht gut. Sie haben Handys, Designer - Klamotten, Computerspiele, Mofas und so weiter. Natürlich müssen die Kinder von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern genügsamer sein, doch die Grundbedürfnisse sind für JEDES KIND abgesichert: Ernährung, Wohnung, medizinische Versorgung, und eine gute Schulausbildung.
Aber nicht nur materielle Güter zählen. Die Kindererziehung in Schule und Elternhaus ist wesentlich liberaler geworden. Im Vergleich zu früher und zu den meisten anderen Ländern der Erde ist die Bundesrepublik Deutschland ein wahres Kinderparadies.

<<<Werbeplakat der Bundesregierung für´s Kinderkriegen.

...doch unsere Gesellschaft gilt als kinderfeindlich!
 

Nun, wie ist dieser Widerspruch zu erklären?

Einen objektiven Grund für die Behauptung, unsere Gesellschaft wäre kinderfeindlich, gibt es nicht. Die angebliche Kinderfeindlichkeit der Deutschen ist nichts weiter als eine Erfindung rassistischer Politiker, rassistischer Organisationen und Kirchen, um der Bevölkerung ein schlechtes Gewissen wegen ihrer Kinderarmut einzureden.

Da waren doch die Nazis wesentlich ehrlicher, wenn sie sagten, wir brauchen viele Kinder für unser neues mächtiges Reich!

 

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