Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten zur Bevölkerungsreduzierung: Krieg, Völkermord und Geburtenkontrolle.
Wir haben die Wahl, ob wir die Bevölkerung mit unvernünftigen Mitteln (Krieg, Völkermord) oder mit humanen Mitteln, der Geburtenkontrolle, reduzieren wollen. Ich persönlich trete eindeutig für die Geburtenkontrolle ein, aber ich allein kann das nicht entscheiden.
In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass es zur Sache unerheblich ist, ob ein Völkermord direkt von uns Menschen oder indirekt durch menschliches Versagen von der Natur etwa in Form von Seuchen ausgeübt wird. Die Folgen wären in jedem Fall verheerend und würden alle historischen Ereignisse übertreffen.
Wer gegen Geburtenkontrolle ist, ist zwangsläufig für Krieg und Völkermord, denn weitere Alternativen gibt es nicht. Die Verpflichtung, sich um Geburtenkontrolle zu kümmern, ergibt sich somit aus den allgemeinen Menschenrechten.
WEITERE HILFREICHE MASSNAHMEN WÄREN:
* Verbesserte sexuelle Aufklärung weltweit. Meine Mutter (Jahrgang 1925) sagte mir einmal, als junges Mädchen habe sie geglaubt, sie könne ein Kind bekommen, wenn sie einen Mann küßt. Woher hätte sie es besser wissen sollen?
* Kostenfreier Zugang zu allen Verhütungsmitteln für alle Menschen.
* Verhinderung von Abtreibungen durch vorbeugende Empfängnisverhütung. Alle andere Methoden zur Reduzierung von Schwangerschaftsabbrüchen sind untauglich, da sie das Bevölkerungswachstum noch weiter erhöhen würden.
* Es dürfen nur noch so viele Kinder geboren werden, wie es aus ökonomischen und ökologischen Gründen vertretbar ist. Das wären derzeit etwa 0,8 Kinder pro Frau.
Mögliche Gegenargumente:
Es ist menschenverachtend, Kinder nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten.
Ideelle Motive sind vorrangig gegenüber wirtschaftlichen Erwägungen.
Selbstverständlich ist auch die echte Liebe zu Kindern eine unabdingbare Vorraussetzung dafür, dass man Kinder haben darf. Doch nicht jeder von uns ist dazu geeignet, ein guter Vater bzw. eine gute Mutter zu sein. In solchen Fällen wäre der vollständige Verzicht auf eigene Kinder die bessere Lösung.
Aber auch wer die Bedingung ein guter Vater / Mutter zu sein trefflich erfüllt, trägt Verantwortung seinem Kind ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Man kann keinem Kinde zumuten, sein Leben lang von Hartz IV leben zu sollen, zumal die dauerhafte Zahlungsfähigkeit des Staates in Frage steht. Dieser Verantwortung kann man gegenüber mehreren Kindern in keinem Fall gerecht werden. Selbst wenn die eigenen Kinder eine Existenz finden werden, ginge das immer zwangsläufig auch zu Lasten anderer, die dann auf der Strecke bleiben.
* Anwendung von Zwangsmitteln gegen uneinsichtige Personen (Zwangssterilisierungen spätestens nach dem dritten Kind, Zwangsadoptionen etc.) Vorsätzliche aber auch fahrlässig unterlassene Geburtenkontrolle muß als Kriminalität definiert werden.
Mögliche Gegenargumente:
Die Anwendung von Zwangsmitteln würde zu tief in die Persönlichkeitsrechte des Betreffenden eingreifen.
Die Sexualität gehört zur Intimsspähre des Menschen und eine äußere Regulierung verbietet sich daher von selbst. Die Menschenrechte und das natürliche Recht auf Fortpflanzung würden verletzt. Darin darf sich der Staat nicht auch noch einmischen.
Es besteht ein breiter gesellschaftlicher Konsens, dass Mord, Vergewaltigung, Raub, Erspressung und ähnliche Delikte nicht toleriert werden dürfen, und dass die Täter in angemessener Weise zu bestrafen sind. Geschähe das nicht, würde das Rechtsbewußtsein der Bevölkerung in empfindlicher Weise gestört und der innere Friede wäre gefährdet. Auch eine vorsätzlich oder fahrlässig unterlassene Geburtenkontrolle muß als Kriminalität definiert werden.
Geburtenkontrolle würde in der Praxis niemals auf freiwilliger Basis funktionieren, dazu sind wir Menschen noch immer zu sehr triebgesteuert. Zudem ist es absehbar, dass sich insbesondere religiöse Menschen, politische Extremisten und Rassisten ohnehin nicht freiwillig um Geburtenkontrolle kümmern werden. Ein Großteil unserer Nachkommenschaft würde also von jenen gezeugt / empfangen werden und entsprechend indoktriniert, was für Staat und Gesellschaft verhängnisvolle Folgen hätte.
* Abschaffung des priviligierten Schutzes von Ehe und Familie. Ein Rechtsstaat ist dazu verpflichtet, alle Formen von Lebensgemeinschaften gleich zu behandeln. Eine steuerliche Begünstigung von Familien traditioneller Art ist abzulehnen.
* Zahlung von Kindergeld nur noch für das erste Kind. Die Gewährung von Kindergeld ist ethisch äußerst bedenklich, da es an eine moderne Form des Menschenhandels erinnert.
Statt dessen sollte das eingesparte Geld in Bildungseinrichtungen für Kinder investiert werden.
* Verbot von künstlichen Befruchtungen. Eine künstliche Befruchtung ist eine Perversion der Medizin. Es ist Aufgabe der Medizin, das Leben und die Gesundheit der Menschen zu bewahren sowie als Ersatz für die frühere natürliche Auslese Techniken für die Empfängnisverhütung zu entwickeln, nicht aber zusätzliches, überflüssiges Leben zu produzieren.
* Vollständige Enttabuisierung der Homosexualität in moralischer und rechtlicher Hinsicht. Eine darüber hinaus gehende Forderung nach Förderung der Homosexualität wäre allerdings unsinnig. Es ist von der Natur vorgegeben, ob man homosexuell ist oder nicht, man selbst hat darauf keinen Einfluß.
* Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens, egal ob ein Bürger nun arbeitet oder nicht. Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ist schon allein aus pädagogischen Gründen erforderlich, damit die Obrigkeit endlich begreift, dass Menschen in erster Linie ein Kostenfaktor und erst nachrangig ein Macht- und Produktionsfaktor sind.
* Verbot der Zwangsarbeit in jeglicher Form, also auch sog. 1. EUR Jobs für Arbeitslose, Wehr-, bzw. Zivildienst. Begründung wie oben.
* Ausweisung von Ausländern (= Bürger aus Nicht EU - Staaten), die sich nicht um Geburtenkontrolle kümmern. Es ist klar, dass Ausländer, die Straftaten begangen haben, ausgewiesen werden müssen.
ALLGEMEINE, SONSTIGE GEGENARGUMENTE:
Die Forderung nach Bevölkerungsreduzierung erinnert mich sehr an braune Zeiten. Wir wollen so etwas doch nicht noch einmal mitmachen, oder?
Der Hinweis auf vermeintliche Nazi - Methoden ist in unserem Lande populär, um notwendige Diskussionen abzublocken, zum Beispiel auch beim Thema "Sterbehilfe". So einfach dürfen wir es uns nicht machen.
Die Bevölkerungspolitik der Nazis hatte in Wahrheit eine vollkommen andere Zielsetzung. Die Nazis wollten lediglich bestimmte Bevölkerungsgruppen (Juden, Homosexuelle etc.) stark reduzieren und nach Möglichkeit ganz eleminieren, während sich die von den Nazis erwünschten "arischen Herrenmenschen" drastisch vermehren sollten, um die Erde beherrschen zu können.
Zur Erreichung dieser Ziele war den Nazis jedes Mittel recht, vom Völkermord in einem Fall bis hin zur geplanten Vielweiberei bei den Ariern.
Verantwortungsbewußte Bevölkerungpoltik zielt jedoch darauf ab, jede
Bevölkerungsgruppe und jeden einzelnen Menschen in die Pflicht zu nehmen, einen angemessenen Beitrag zur Bevölkerungsreduktion zu leisten.